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MontagsMoment | 02.11.2026

Liebe CVJM-Community,

im checkpointJesus sind wir in eine neue Themenreihe gestartet: „Safe our Souls“.

Wir versuchen dem Wirken des Heiligen Geistes etwas näher auf die Spur zu kommen. Wie spricht Gott zu uns? Wie ermutigt er und begleitet uns? Wie verändert und tröstet Gott?

Wenn die Tage jetzt so viel kürzer und dunkler werden, brauche ich das. Ermutigung. Das Gefühl nicht allein zu sein. Begegnungen, die mir Freude und Energie schenken.

Für diese Themenreihe darf ich mich mit der Fragestellung auseinandersetzen, wie Gott uns leitet? Absolut coole Frage.

Sind es einfach Zufälligkeiten, die mir passieren oder ist Gottes Handeln tatsächlich erlebbar?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Gott aktiv ist und zu uns spricht. Viele Christinnen und Christen glauben an einen Gott, der ihre Gebete erhört, aber nicht, dass er auch antworten könnte. Das ist crazy.

Denn in der Bibel wird uns ein Gott beschrieben, der sich eine Beziehung zu uns wünscht. Der Menschen konkret anspricht und ihnen begegnet.

Das ist nicht nur vor über 2000 Jahren passiert.

Gott spricht auch heute.

Durch sein Wort. Bibellesen kann ein Dialog werden.

Durch innere Bilder, die wir bekommen können. Tatsächlich auch durch Audition (eine hörbare Stimme). Ein Reden Gottes kann auch durch innere Worte, klare Gedanken bzw. spontane Ideen passieren. 

Ganz bekannt ist auch Josef aus der Bibel, der Träume hatte und diese deuten konnte. Auch heute kann Gott durch Träume sprechen. 

Wie praktisch ist auch, dass Gott durch andere Menschen spricht. Die Personen merken das gar nicht und müssen keine Christen sein, um dir etwas klar zu machen. Es können aber auch Umstände sein, die Gottes Führung verdeutlichen (es kann sich wie Zufall anfüllen, eine offene Tür, …). Umstände sind allerdings schwer zu deuten, ob das von Gott kommt oder nicht. Denn nicht jede „offene Tür“ entspricht auch dem, was Gottes Wille ist. Er spricht auch durch Worte der Erkenntnis. Mir kann etwas über mich und mein Innerstes klar werden, ohne dass ich mich offenkundig damit beschäftigt habe. 

Hast du Gottes Reden in deinem Leben schon einmal erlebt? 

Wäre es wünschenswert für dich? Dann bitte Gott, dass er diese Woche zu dir spricht, sodass du es verstehen kannst.

Einen gesegneten Wochenstart

Nicole

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MontagsMoment | 26.10.2026

Liebe CVJM-Community,

ich höre mich im Gespräch mit Freunden immer mal wieder tolle Lebensweisheiten sagen. Ein Satz, der leicht zu sprechen ist: »Hab doch einfach Mut zu Lücke.«

Mut zur Lücke? Habe ich den wirklich?

Ich plane, organisiere, vergleiche und möchte möglichst nichts verpassen. Wie ist es bei dir? Im Studium, im Beruf und sogar in der Freizeit soll alles stimmen, oder? Da klingt „Mut zur Lücke“ fast wie eine Ausrede: einfach weniger machen? Doch Jesus fordert uns nicht dazu auf, Verantwortung abzugeben oder alles schleifen zu lassen. Er lädt uns ein, neu zu fragen: Was ist wirklich wichtig – und was darf ich Gott anvertrauen?

In der Bergpredigt spricht Jesus zu Menschen, die sich um ihren Alltag sorgen. Er sagt nicht, dass Essen, Kleidung oder Arbeit unwichtig wären. Aber Sorgen sollen nicht unser Leben bestimmen. Jesus lenkt den Blick auf Gottes Reich und seine Gerechtigkeit: „Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben.“ – Matthäus 6,33

Das ist eine Einladung und keine Garantie, dass es leicht wird. Eine Einladung, Gott den ersten Platz zu geben und darauf zu vertrauen, dass er uns kennt und für uns sorgt. Manchmal bedeutet das, fleißig zu lernen und eine Aufgabe gut zu erledigen. Manchmal bedeutet es aber auch, nicht jede Gelegenheit mitzunehmen, nicht überall perfekt sein zu müssen und bewusst eine Lücke zu lassen – für Ruhe, für andere Menschen und für Gott.

Mut zur Lücke heißt also nicht: „Ist mir egal.“ Es heißt: „Ich muss nicht alles kontrollieren, um wertvoll zu sein.“ Unser Wert hängt nicht davon ab, wie voll der Kalender ist oder wie makellos unsere Leistung ausfällt. Jesus spricht seinen Jüngern liebevoll Mut zu: „Du brauchst dich nicht zu fürchten, kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch sein Reich zu geben.“ – Lukas 12,32

In diesem Sinne, Mut zur Lücke
eure Nicole Fraaß

Challenge: Nimm eine Sache, die du gerade aus Druck oder Perfektionismus unbedingt erledigen, zusagen oder kontrollieren willst. Frag dich: Ist sie wirklich wichtig – oder darf ich hier eine Lücke lassen? 

 

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MontagsMoment | 19.10.2026

Liebe CVJM-Community,

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ – Micha 6,8

Der Wochenspruch für diese neue Woche hat es in sich. Einer sehr konkreten Aussage geht die Frage voraus, wie sich das Volk Israel ihrem (und unserem) Gott gegenüber verhalten soll und wie man ihm dient. Im Alten Testament stand das fast immer im Zusammenhang mit Opfergaben. Für diverse Fehlverhalten sollte man Gott Opfer darbringen.

Interessant, dass bereits in unserem alttestamentlichen Text diese Opfergaben überhaupt nicht vorkommen. Hier geht es konkret um drei Verhaltensweisen:

1. Gottes Wort halten,

2. Liebe üben und

3. demütig sein vor deinem Gott.

Da klingt schon fast das neutestamentliche „Doppelgebot der Liebe“ durch, welches Jesus den Pharisäern auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot ca. 800 Jahre später antwortet: „Du sollst 1. Gott lieben mit ganzem Herzen und 2. deinen Nächsten 3. wie dich selbst…“ Punkt 1 und 2 stimmen darin fast überein nur bei der Demut liegt es etwas anders.

Genau dieser Punkt scheint mir aber in unserer Welt voller „selbstbewusster Menschen“ mehr denn je von Nöten zu sein. Die KI schreibt zu diesem Wort: „Demut ist eine innere Haltung der Bescheidenheit, bei der man die eigenen Grenzen und Schwächen anerkennt, ohne sich selbst kleinzumachen“.

Wenn man diese Beschreibung in unsere Beziehung zu Gott setzt, dann wird meines Erachtens ein „passender Schuh daraus“.

Gesegneten Wochenstart
Friedbert Reinert

 

Challenge: Überlege dir, in welchen Situationen dieser Woche „demütiges Verhalten“ eine Chance sein könnte.

 

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MontagsMoment | 12.10.2026

Liebe CVJM-Community, 

543 Fotos in der Galerie, 50 neue Nachrichten, 86 Tabs offen. Unzählige Serien, Songs, Möglichkeiten und Meinungen. Und selbst beim Online-Shopping gibt es nicht einfach einen Pulli – sondern diesen in 37 verschiedenen Ausführungen.

Wir leben in einer Welt, in der wir ständig mehr haben können. Mehr Auswahl. Mehr Erlebnisse. Mehr Bilder. Mehr von allem. – Aber mehr bedeutet nicht automatisch besser. Manchmal macht die Masse sogar etwas kaputt: Unsere Aufmerksamkeit. Unsere Ruhe. Unsere Fähigkeit, wirklich zu genießen. Wir sehen so viel, dass wir kaum noch hinschauen. Wir haben so viele Möglichkeiten, dass wir uns kaum noch entscheiden können.

Vergangenen Samstag war der Welttag der psychischen Gesundheit. Er erinnert daran, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten – auch darauf, was uns guttut, was uns belastet und wann einfach alles zu viel wird. Denn unsere Seele braucht genauso wie unser Körper Zeiten zum Aufatmen, zur Ruhe und zum Auftanken.

Du musst nicht alles mitnehmen. Nicht jede Möglichkeit nutzen. Nicht jedes Bild speichern. Nicht überall dabei sein. Nicht alles wissen. Und du musst auch nicht aus deinem Leben das Maximum herausholen.

Vielleicht darfst du manchmal einfach auswählen, was wirklich zählt.

Zeit mit Gott. Menschen, die dir guttun. Ein Gespräch, bei dem du wirklich zuhörst. Ein Moment, in dem du nichts festhalten musst.

Du bist nicht dafür geschaffen, alles zu erleben. Du bist dafür geschaffen, mit Gott zu leben.

Und vielleicht steckt genau darin auch eine Einladung für unsere psychische Gesundheit: nicht immer noch mehr in unser Leben hineinzupacken, sondern bewusst Raum zu schaffen für das, was uns trägt.

„Du bist wegen so vielem in Sorge und Unruhe, aber notwendig ist nur eines.“ – Lukas 10,41–42

Jesus spricht diese Worte zu Martha, die mit vielen Dingen beschäftigt ist. Seine Worte sind keine Aufforderung, alles stehen und liegen zu lassen. Aber sie erinnern daran, dass nicht alles gleich wichtig ist.

Und manchmal beginnt genau das mit einem einfachen Schritt: weniger – damit wieder Raum für das Wesentliche entsteht.

Einen entspannten Wochenstart dir

Carolin

 

Deine Challenge: Mach heute bewusst Platz für das Wesentliche. Lösche 10 Fotos, die du nicht mehr brauchst. Lege dein Handy für 30 Minuten weg. Verzichte auf eine Sache, die du sonst automatisch konsumierst. Und nutze die gewonnene Zeit für etwas, das dir wirklich guttut – vielleicht für ein Gebet, einen Spaziergang oder ein ehrliches Gespräch.

 

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MontagsMoment | 05.10.2026

Liebe CVJM-Community,

Manchmal fühlt es sich so an, als müsste ich es allen recht machen: immer erreichbar sein, überall mitmachen, nichts ablehnen. Ist es nicht egoistisch, wenn ich merke, was mir guttut und was mir zu viel wird? Ein klares „Nein“ ist ein vollständiger Satz. Ich kann ehrlich und liebevoll sein – zu anderen und zu mir selbst.

Ein Gespräch über ein Seminar zum Meistwerk im November hat mich daran erinnert, woher das mit gesunden Grenzen kommt und wie wichtig es ist. 

Aus der Bibel kann ich dazu immer wieder lernen. Jesus zeigt, dass Rückzug und Grenzen zum Leben gehören. Als viele Menschen ihn suchten, ließ er sich nicht einfach von jeder Erwartung bestimmen. Er nahm sich Zeit zum Beten und wusste, was seine Aufgabe war:

„Wir müssen auch noch in die umliegenden Ortschaften gehen, um dort die rettende Botschaft zu verkünden. Das ist meine Aufgabe.“ – Markus 1,38 

Jesus’ Grenzen waren keine Abwertung der Menschen. Sie halfen ihm, aus seiner Beziehung zum Vater heraus, zu leben und seinen Auftrag im Blick zu behalten. Auch du darfst innehalten, nachdenken und sagen: „Das schaffe ich gerade nicht“ oder „Das fühlt sich für mich nicht richtig an.“ Grenzen können Beziehungen schützen und Raum schaffen für das, was wirklich wichtig ist.

Ich darf immer wieder neu lernen, dass mein Wert nicht davon abhängt, wie viel ich leiste oder ob alle mit mir zufrieden sind. Jesus begegnete Menschen mit Würde – auch denen, die andere übersahen oder abstempelten. Und wer Jesus vertraut, darf sich als von Gott angenommen wissen:

„Seht doch, wie groß die Liebe ist, die uns der Vater erwiesen hat: Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich!“ – 1. Johannes 3,1

Diese Identität musst du dir nicht verdienen. Sie ist ein Halt, wenn du dich vergleichst oder unter Druck fühlst. Von diesem Halt aus kannst du lernen, dich selbst ernst zu nehmen – ohne andere kleinzumachen. Du darfst freundlich sein und trotzdem Nein sagen. Du darfst Hilfe suchen, wenn deine Grenzen nicht respektiert werden. Und du darfst Schritt für Schritt entdecken, was dir guttut und wer du in Gottes Augen bist.

Gesegneten Wochenstart

Nicole

Challenge: Schau doch mal in unser Seminarangebot fürs Meisterwerk am 7.11. Da kannst du zum Beispiel das Thema Gesund Grenzen setzen finden. 

 

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